Ausbildungsversicherung

Eltern und Großeltern suchen oft nach Möglichkeiten, wie sie die Zukunft ihres Kindes oder Enkelkindes finanziell absichern können. Dabei geht es um den Geldbedarf und die Sicherstellung einer guten Schulbildung, einer Ausbildung oder eines Studiums. Eine Möglichkeit, für die Ausbildung des Kindes oder Enkels vorzusorgen, ist die Ausbildungsversicherung, die auch als Kinderversicherung oder Enkel-Police angeboten wird.

Die Rahmenbedingungen einer Ausbildungsversicherung

Bei einer Ausbildungsversicherung werden in einem vereinbarten Turnus Beitragszahlungen geleistet, auch eine Einmalzahlung ist möglich. Zu den Vertragsbestandteilen gehören die Laufzeit des Vertrages sowie eine Vereinbarung über die Höhe der Zielsumme. Am Ende der vertraglich vereinbarten Laufzeit zahlt der Versicherer das angesparte Guthaben an den Begünstigten aus. Dieses Guthaben wird versteuert, denn nur bis Ende 2004 geschlossene Verträge sind steuerfrei.

Nicht selten handelt es sich bei Ausbildungsversicherungen um eine Kombination aus Risikolebensversicherung, Berufsunfähigkeitsversicherung, Geldanlage sowie weiteren Versicherungsarten, sodass bei Eltern und Großeltern der Eindruck eines umfassenden Gesamtschutzes erweckt wird. Die Kombination der verschiedenen Versicherungen geht zu Lasten der Transparenz. Für Laien kann es deshalb schwierig sein, die Vertragsdetails der einzelnen, in der Ausbildungsversicherung miteinander kombinierten Versicherungen nachzuvollziehen und zu verstehen. Das gilt auch in Bezug auf die Kosten, die im Gesamtpaket meist teurer ausfallen als bei einem getrennten Abschluss der einzelnen Versicherungen. Die höheren Beitragszahlungen wirken sich auch auf die Abschluss- und Vertriebskosten aus.

Vorsicht jedoch: In der Ausbildungsversicherung versteckt sich oft eine Altersvorsorge

Eltern und Großeltern, die eine Ausbildungsversicherung für ihr Kind oder ihren Enkel abschließen möchten, haben das Ziel, die Ausbildung sicherzustellen. Die Laufzeiten von Ausbildungsversicherungen sind meist sehr lang und reichen über die Ausbildungsphase hinaus. Grund ist, dass sich in einer Ausbildungsversicherung oft eine Altersvorsorge versteckt. Das ist jedoch nicht das Ziel, das Eltern und Großeltern verfolgen. Wird sie vorzeitig gekündigt, ist das mit Verlusten verbunden. Das bedeutet, dass der Wert des eingezahlten Kapitals den des ausgezahlten Kapitals übersteigt.

Mögliche Alternativen zu einer Ausbildungsversicherung ist eine Trennung der verschiedenen Zielsetzungen. Für Eltern ist es wichtig, die eigene Existenz und die ihres Kindes zu sichern, zum Beispiel durch eine Risikolebensversicherung und eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Studium oder Ausbildung können sehr viel flexibler mit einer Geldanlage abgesichert werden, zum Beispiel mit einem Bank- oder Fondssparplan.

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